Aktuelle Möglichkeiten uns zu unterstützen

Im aktuellen Jahr haben wir viele Aktivitäten durchgeführt und vor allem ein sehr großes Projekt gestartet, das viele Ressourcen bindet und gleichzeitig einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder aus Leblang hat: Die Afterschool. In den folgenden Absätzen stellen wir kurz die wichtigsten Projekte vor, die gerade besonders Geld benötigen.

Afterschool/Hausaufgabenbetreuung

DIe Afterschool (Hausaufgabenbetreuung) wird an manchen Tagen von über 25 Kindern besucht. Die Arbeitsbelastung für unsere beiden Angestellten ist hoch, aber sie bemühen sich. Durch dieses Angebot haben wir auch weitere Teilnehmer für unsere wöchentlichen Angebote gewonnen. Aber vor allem profitieren die Teilnehmer davon, Unterstützung bei ihren Hausaufgaben zu haben. Die Afterschool wird zwar zu einem großen Teil von einem lokalen Unternehmen gefördert, jedoch übernimmt auch unser Verein einen großen Teil von mehreren Tausend Euro der Kosten.

Erweiterung unserer räumlichen Möglichkeiten

In der Afterschool wäre es oft sinnvoll, einen weiteren kleinen Raum zu haben, um mit einzelnen Kindern getrennt arbeiten zu können. Dieser ist zwar vorhanden, aktuell aber noch nicht heizbar. Außerdem ist ein weiterer großer Wunsch einen Raum zum eigenständigen Lernen einzurichten, d.h. wir möchten einen Raum mit Lernmaterial “füllen”, das die Kinder dann selbstständig auswählen können. Dafür brauchen wir Regale, weitere Lernspiele und andere Materialien und zwei neue Holzöfen. Diese zwei Räume würden wir gern zeitnah anfangen zu nutzen. Geschätzte Kosten etwa 1500€.

Weihnachtsgeschenke

Weihnachten rückt mit schnellen Schritten näher. Die letzten Jahre hatten wir immer eine Gruppe aus Kronstadt, die für uns Geschenke organisiert und verteilt hat. Dieses Jahr kann diese Gruppe wohl nicht kommen, und so werden wir die Geschenke anders organisieren müssen. Gerade habe ich versucht eine Liste der Kinder zu erstellen, die zur Zeit relativ regelmäßig zu uns ins Programm kommen. Wir sind selbst überrascht, aber es sind tatsächlich über 80 Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr kommen mehr Kinder in unsere Angebote. Das bedeutet auch, wir brauchen ḿehr Geschenke. Geplantes Budget: etwa 1000-1300€

Merit

Wir sind sehr froh, dass “unsere” Freiwillige Merit uns so tatkräftig unterstützt. Durch ihre Mitarbeit sind auch mehrere neue Aktionen entstanden, die es sonst nicht geben würde. Sie macht einen Gitarrekurs in Cobor und bietet in Cobor und in Leblang eigeständig einen Englischkurs an. Um bei uns mitzuarbeiten, muss Merit fast täglich aus Fogarasch nach Leblang oder Cobor fahren. Dadurch fallen für unseren Verein deutlich mehr Fahrtkoste an. Auch dafür könnten wir Spenden sehr sinnvoll verwenden.

Regelmäßige Angebote

Natürlich finden unsere bisherigen wöchentlichen Angebote in Cobor und Leblang weiterhin statt. Sie sind aber nicht sehr kostenintensiv, hier ist es außer den Fahrtkosten vor allem unsere Zeit, die wir investieren. Es gibt unsere Bibliothek, die Gruppe in Cobor und zwei Gruppen in Leblang. Dazu die üblichen “normalen” Aktivitäten wie Sommerprogramm und Weihnachtsfeier und Ausflüge.

Wer kann bei Renovierung helfen?

Eine weitere Möglichkeit uns zu unterstützen, wäre, uns zu helfen, die Räume in Leblang, weiter zu renovieren. Im oberen Stock gibt es noch sehr viel Potenzial. Manche Sachen wären recht einfach zu machen. Zum Beispiel der Treppenaufgang ließe sich mit relativ wenig Aufwand verschönern und auch ein Zimmer ist schon fast benutzbar, wenn wir es neu streichen und etwas einrichten. Vielleicht gibt es ja ein paar handwerklich interessierte Leser dieser Zeilen, die Lust hätten einmal einen kleinen Arbeitseinsatz bei und zu machen.

Hilft “Pipi machen”, um nicht schwanger zu werden?!

Zwei Kurse zu Sexualerziehung und Familienplanung

Mindestens zwei der Teilnehmerinnen an unserm Kurs waren davon überzeugt, dass Urinieren nach dem Geschlechtsakt verhindert, schwanger zu werden! Und wahrscheinlich waren es noch deutlich mehr als diese beiden…

Daran wird deutlich, wie wichtig ein solcher Kurs vor allem für die jungen Mädchen in Leblang ist. Die Situation – zumindest in dem ärmsten Teil Leblangs, aus dem sehr viele unserer Teilnehmer kommen – ist sehr oft so, dass Mädchen mit etwa 13 oder 14 Jahren mit ihrem Freund zusammenziehen. Sie haben sicherlich sexuellen Kontakt und werden dann oft bereits in diesem Alter das erste Mal schwanger. Nach unserer Beobachtung werden nur sehr wenig Informationen bezüglich Sexualerziehung von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Und diese Beobachtung hat sich wieder bestätigt. Eine junge Mutter hat sogar während des Kurses erzählt, dass ihr auch nach der Geburt ihres ersten Kindes niemand geholfen hat, wie sie dieses Kind versorgen kann. Das fand ich sehr schockierend. Ich war bis jetzt davon ausgegangen, dass innerhalb der Großfamilien die älteren den jüngeren Frauen ihre Erfahrungen weitergeben und ihnen helfen. Aber das scheint nicht immer der Fall zu sein!

Wir sind sehr froh, dass wir endlich einen Kurs anbieten konnten, um die jungen Menschen aus Leblang und Cobor aufklären zu können. Den Kurs hat ein Verein aus Mediasch bei uns durchgeführt. Wir haben den Kurs in abgeänderter Form zweimal angeboten – einmal für die Mädchen und jungen Frauen aus der sogenannten Ziganie (ärmster Teil Leblangs) und einmal für die Jugendlichen aus den Jugendgruppen von Leblang und Cobor. Wir haben die Gruppen getrennt, weil einige der Jugendlichen sehr schüchtern sind und sonst vielleicht sich weniger getraut hätten Fragen zu stellen.

Portraits in Farbe

Am 25. November hat in Cobor der dritte Teil des Portrait-Zeichenkurses von Hariet stattgefunden. Dieses Mal ging es besonders um das Skizzieren eines Gegenübers innerhalb weniger Minuten. Das Highlight des Kurses waren wohl aber die Pastellkreiden, die Hariet mitgebracht hatte. Mit diesen Kreiden konnte man auf farbigem Papier schön bunte Ergebnisse erzielen. Damit die Kreide hinterher nicht verschmiert, wurde sie mit Haarspray fixiert.

Knet-Kuchen

Letzten Dienstag gab es Knete in der Afterschool und die Kinder haben daraus Essen, wie Kuchen, Burger oder Kekse gebacken. Diese konnten sie dann bei Chris für einen selbsternannten Preis verkaufen. So kostete ein Kuchen etwas zwischen 2 und 2000 Spiel-Lei. Das Geld hatten die Kinder vorher selbst aus Papier gebastelt und beschriftet. Nachdem sie ihre Knet-Kuchen an Chris verkauft hatten, konnten sie ihr Geld nutzen, um wieder neue Knete zu kaufen.