Hilfe für Menschen, die von Corona besonders gefährdet sind

Unser Vereinsmitglied Sarah mit einer der vielen alleinstehenden Älteren Damen aus Cobor

Wir befürchten, dass in Rumänien die Möglichkeiten der medizinische Versorgung von Corona-Patienten, die ein Beatmungsgerät benötigen, sehr bald an ihre Grenzen geraten wird. Deshalb ist es hier um so wichtiger alte und kranke Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Deshalb wollen wir als Verein Bun venit Transilvania den besonders gefährdeten Menschen hier in Cobor (und hoffentlich bald auch in Leblang) helfen, dass sie sich völlig isolieren können, um die Gefahr einer Ansteckung so weit wie möglich zu minimieren. Wir wollen diese Menschen etwa einmal wöchentlich mit Lebensmitteln versorgen, so dass sie nicht einkaufen gehen müssen. Dafür lassen wir uns Nahrungsmittel in großen Mengen anliefern. Wir packen sie dann in Pakete für jede Person um und verteilen diese. Zusätzlich wollen wir den Paketen gerne jedes Mal kleine Aufmunterungen beilegen. Ich dachte an gemalte Bilder von unseren Kindern, rumänische Gedichte, Bibelverse und ähnliches. Denn wir denken, dass die Einsamkeit und die Sorgen auch eine sehr große Belastung darstellen. Beim ersten Mal Austeilen am vergangenen Samstag haben unsere Kinder kleine Bilder bemalt, und ich habe sie mit dem Anfang von Psalm 23 auf ungarisch beschriftet. Für weiter Anregungen, was wir den Paketen beilegen könnten, sind wir sehr dankbar.

„Wir bleiben zuhause – Kommt, wir machen etwas schönes“ …

so heißt die neue Gruppe (auf deutsch übersetzt) für Kinder und Jugendliche, die wir auf Facebook eingerichtet haben.

Corona macht uns viele Sorgen und verändert unser Leben grundlegend. Auch unsere Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen mussten wir erst einmal völlig auf Eis legen. Aber jetzt haben wir zumindest ein Gruppe eröffnet, die den Kindern und Jugendlichen helfen soll, sich positiv zu betätigen. Jeden Tag stellen wir in dieser Gruppe Vorschläge ein, die man Zuhause einfach nachmachen kann. Wir erhoffen uns davon, den Kindern Möglichkeiten zu eröffnen, ihre viele freie Zeit sinnvoller zu nutzen, in Kontakt zu bleiben und auch die Kreativität und Neugierde der Kinder zu fördern. Schaut/ Schauen Sie gerne mal in dieser Gruppe vorbei. Man findet sie auf Facebook unter „Stăm acasa. Haideți să facem ceva frumos!“ Natürlich sind die Beiträge auf rumänisch, aber es gibt viele Photos und die meisten Vorschläge sind selbsterklärend, also auch für Kinder in Deutschland geeignet.

Es freut uns, dass dieses Angebot mehr und mehr genutzt wird und wir immer wieder auch Bilder von Kindern auf der Gruppenseite finden, die einen Vorschlag von der Seite nachgemacht haben.

Wir wünschen viel Gesundheit und Kraft für die kommende Zeit.

COVID-19: Einige Stichworte

Ein ziemlich guter Artikel, der sachlich berichtet, wie die aktuelle Lage ist: Sehr schlimm, aber das ist erst der Anfang.

https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/land-leute/rumaenien-corona-krankenhaus-100.html

Die offiziellen Strukturen brechen zusammen. Aber es gibt sehr viele Initiativen von Privatpersonen und NGOs. 

Es wird eine sehr schwere Zeit auf uns alle zukommen (auch in Deutschland, das will ich nicht beschönigen). Unsere bisherigen Angebote ruhen. Neue haben begonnen: Wir versorgen Kinder aus der Umgebung mit Ideen zum Basteln. Und nachher werden wir die ersten Lebensmittel an bedürftige Alte, Kranke und Familien verteilen. 

Weitere Nachrichten folgen.

Coronavirus: Alle Angebote ruhen

Seit gestern, 11. März 2020, sind in Rumänien alle Schule und Kindergärten geschlossen. Wir halten uns an diese offiziellen Vorgaben für die voruniversitäre Bildung und haben auch unsere Angebote pausiert. Das Ende der Schulschließungen ist bisher auf 22. März 2020 festgelegt, aber wir gehen fest von einer Verlängerung aus.

Aktuell denken wir darüber nach, ob wir täglich online Videos zur Verfügung stellen, die von Schülern (teilweise mit ihren Eltern) auf freiwilliger Basis durchgearbeitet werden können, um den Ausfall der Schule wenigstens teilweise zu kompensieren. Wir würden dafür auf vorhandenes Material zurückgreifen. Diese Überlegungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen allen viel Gesundheit und Gottes Segen!

Ihre Familie Schöll
„Bun venit – Willkommen! e.V.“ und „Asociatia Bun venit Transilvania“

Hausaufgabenbetreuung hat sehr gut angefangen

Stark dezimiert durch Krankheit – aber alle anderen Coborer Schulkinder sind da.

Heute war das zweite mal Hausaufgabenbetreuung durch unseren Verein in Cobor. Das tägliche Angebot wird bisher sehr gut angenommen. So gut, dass wir leichte Platz- und Kapazitätsprobleme bekommen werden, wenn die aktuell fünf kranken Kinder wieder dazukommen werden. Sogar zwei sehr positive Rückmeldungen von Seite der Eltern (das ist sehr selten) haben wir erhalten. Kurz nach dem Ende des heutigen Angebots kamen mir auf der Straße singende Kinder entgegen. So soll es sein!

Neues Angebot: Hausaufgabenbetreuung in Cobor

Am kommenden Montag, 2. März, werden wir unser bislang größtest Angebot eröffnen: Eine tägliche Hausaufgabenbetreuung in unserem Wohnort Cobor. Dazu konnten wir eine pensionierte Grundschullehrerin gewinnen, die dafür ab übermorgen bei unserem rumänischen Verein angestellt sein wird. An jedem Nachmittag an einem Schultag wird sie für zwei Stunden für alle Coborer Schüler in einem Klassenzimmer der Grundschule Cobor sowohl Unterstützung bei den Hausaufgaben bieten als auch die gegenseitige Hilfe der Schüler untereinander fördern. Nach diesen zwei Stunden sollen die Schüler alle Hausaufgaben erledigt haben, für den folgenden Schultag vorbereitet sein und eine schöne Zeit mit ihren Schulkameraden verbracht haben. Im besten Fall war sogar noch Zeit für einige edukative Spiele und Aktivitäten. Zudem wird unsere Bibliothek dort wieder zur oftmals notwendigen Leseförderung zum Einsatz kommen.

Der Klassenraum in der Coborer Gundschule, seit Mittwoch eingerichtet für unsere Hausaufgabenbetreuung. Wir wünschen uns, diesen Raum jeden Nachmittag mit fröhlichen Schülern gefüllt zu sehen.

Ausflug nach Sibiu – 23. November 2019

Gruppenfoto beim naturhistorischen Museum Hermannstadt

Mit den Teilnehmern des Alphabetisierungskurs, der Mittleren und der Großen-Gruppe ging es heute nach Sibiu. Hier galt es viel zu entdecken. Die Tour fing im Naturkundemuseum an. Im Garten konnten die Kinder und Jugendlichen Dinosaurierfiguren bewundern, drinnen gab es anschließend verschiedenste Tiere zu bewundern. Als der Wissensdurst gestillt war ging es weiter auf den Weihnachtsmarkt wo man sich umschauen konnte, auch hier gab es natürlich das ein oder andere zu entdecken und zu schmecken. Das Highlight des Tages war die Orgelführung in der evangelischen Kirche. Hier wurde mit viel Liebe und Leidenschaft gezeigt wie eine Orgel funktioniert und die Kinder und Jugendlichen konnten nicht nur beobachten, sondern auch selber spielen. Der krönende Abschluss war, dass die Organistin Despasito auf der Orgel gespielt hat. Das gemeinsame Abendessen hat dann die Rückfahrt eingeleitet.

Ein ganz persönliches Heft – 19. November 2019

Es ist etwas besonderes, wenn man sein eigenes Heft hat, es selber einbindet und mit Inhalten füllt. Es ist schön nach ein paar Monaten etwas in der Hand halten zu können was einzigartig ist. Die Kinder haben heute selber A5 Hefte eingebunden mit Papier und sie so verschönert wie sie sich das gewünscht haben. Anschließend wurden viele Bilder gemacht, damit die Kinder beim nächsten Mal ein Bild von sich einkleben können. Jedes Heft ist einzigartig und individuell, jedes Heft hat seinem neuen Besitzer heute viel Freude gebracht.

Die Kleinen – 12 November 2019

Wie jedes Jahr steht auch 2019 wieder ein Krippenspiel in den Startlöchern und was darf bei einem guten Krippenspiel nicht fehlen? Richtig, Musik. Da es für die Kleinen noch recht schwierig ist sich den Text zu merken fangen wir früh an die Lieder im Stuhlkreis zu üben. Außerdem dreht sich die heutige Stunde um Zahlen und zählen, spielerisch üben sie zählen und Rechen mit Tierfiguren und Ausmalbildern. Als Abschluss und Belohnung für die vielen neuen Eindrücke, spielen wir Feuer-Wasser-Sturm.