Merit

Hi, ich bin Merit, 18 Jahre alt und habe gerade mein Abitur in Karlsruhe gemacht. Im kommenden Jahr 23/24 werde ich als Freiwillige des Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienstes (FÖF) bei Chris und Michael arbeiten.

Lange war ich unsicher, was ich nach meinem Abitur machen soll und hab mich dann schlussendlich für einen Freiwilligendienst entschieden. Ich habe mich dann für den Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst entschieden, weil mir der Gedanke „Friedensdienst statt Kriegsdienst“ sehr gut gefallen hat. Dabei stand das Land anfangs nicht fest, ich war einfach offen für alle Möglichkeiten. Auf Rumänien kam ich dann durch die Einsatzstelle bei Chris und Michael. Die Stelle hat sich super spannend angehört und ich wusste sofort, dass ich total Lust hätte dort zu arbeiten. Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, als ich dann die Zusage im Dezember 2022 erhalten habe.

In den letzten Jahren habe ich bereits mit Kindern gearbeitet, zum Beispiel bei den Pfadfindern oder in der Kletterhalle. Ich freue mich drauf, im kommenden Jahr noch mehr Kinder und Jugendarbeit miterleben und mitgestalten zu dürfen. Ich glaube, dass dabei ganz viele verschiedene Aufgaben auf mich zukommen werden. Vor allem durch die neue Sprache werden die ersten Wochen und Monate sicherlich eine Herausforderung sein, aber ich will auf jeden Fall Rumänisch lernen und freue mich sehr, wenn ich mich bald mit den Kindern und Jugendlichen besser verständigen kann.

Während meiner Schulzeit habe ich viel Musik gemacht. Ich habe Cello gespielt und im Chor gesungen, was mir immer viel Spaß gemacht hat. In meiner Freizeit habe ich gerne Straßenmusik gemacht und auch auf Festen Gitarre gespielt. Außerdem verbringe ich gerne viel Zeit draußen, ob beim Wandern oder einfach mit einem Buch oder meiner Gitarre im Park. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr auch mit den Kindern und Jugendlichen musizieren kann. Zum Beispiel in Singerunden oder durch das Gitarre spielen.

Ich bin ganz gespannt, was das Jahr alles so mit sich bringen wird und freue mich sehr auf meine Zeit hier in Rumänien!

Unsere Piraten-Kapitäne

Pfadfinder aus Frankreich 2023

Beim Lager für die Älteren haben uns dieses Jahr 6 Pfadfinder aus Frankreich geholfen. Als letzter Schritt der Pfadfinder-Laufbahn führt man als Gruppe ein Projekt im Ausland durch. In den letzten Jahren kamen regelmäßig solche Pfadfindergruppen zu uns, um uns beim Sommerprogramm zu unterstützen. Für uns ist das super, denn die Pfadfinder bringen immer neue Ideen und sind sehr hilfsbereit und nett. Außerdem kochen sie gute Französische Sachen und lassen uns mitessen (-; Für die Kinder und Jugendlichen ist es auch ein sehr großer Gewinn, die Pfadfinder im Sommer zu treffen. Sie zeigen den Kindern und Jugendlichen, dass Menschen sehr unterschiedlich sind und dass das nichts Furchterregendes ist, sondern etwas Interessantes. Sie zeigen den Kindern, dass sie etwas besonderes sind, denn diese Leute machen sich extra auf so einen weiten Weg, um mit ihnen ein paar schöne Tage zu verbringen. Sie fordern uns und die Kinder heraus, unsere Fremdsprachenkenntnisse zu aktivieren und immer wieder merken wir: Verbindungen werden nicht nur über das Sprechen aufgebaut. Ein Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte…

Mailys und Anouk
Noe
Fanie
Gaetan und Elise

Merci beaucoup (-:

Jugendliche auf der Spur des Piratenschatzes

Sommerprogramm für die Großen vom 10. bis 12. August 2023

Als Piraten sind wir auf einer einsamen Insel gestrandet, mussten einen Fluch bekämpfen und haben schließlich erfolgreich einen Schatz gefunden. An drei Nachmittagen und Abenden haben wir im Wald und in unserem Garten verschiedene Spiele gespielt und Aufgaben gelöst. Wir sind gewandert, haben Sternschnuppen angeschaut und gemeinsam zu Abend gegessen. Manches Chaos musste erst einmal überwunden werden. Vor allem am ersten Tag waren die Jugendlichen sehr laut und unaufmerksam und viele haben sich nicht getraut mit zu essen. Aber bis zum letzten Tag hat sich die Stimmung immer weiter verbessert und am Ende waren wir alle traurig, dass die gemeinsame Zeit schon um ist (-;

Sonnenuntergang am 3. und letzten Abend des Lagers – Schatz gefunden und bereit fürs Abendessen (-;
1. Tag Geländespiel im Wald – jede Gruppe baut sich einen Unterschlupf
2. Tag mit Aufgaben in unserem Garten
allabendliches Kochen über dem Feuer

Wir hatten 4 Gruppen mit insgesamt ca 35 Jugendlichen – leider konnten nicht alle jeden Tag kommen.

„Unsere Haupt-Piraten“ Waren 6 Pfadfinder aus Frankreich: Anouk, Fanie, Elise, Maillys, Noe und Gaetan:

Außerdem haben uns noch Svea und Jannek geholfen – vielen Dank!!! Es war auch dieses Jahr wieder ein sehr gutes Team. Stimmung und Motivation waren super!

Dorfexpertinnen für Cobor

Besucher von Cobor können jetzt von Silvia, Alexandra und Denisa durch den Ort geführt werden. Sie erfahren dabei die wichtigsten Fakten über die reformierte Kirchenburg und die orthodoxe Kirche des Ortes und hören Geschichten aus dem Erfahrungsschatz der Mädchen und ihrer Verwandten…

Familien können zusätzlich noch ein Programm im Wald erleben, mit Spielen und Basteln mit Naturmaterialien für die Kinder.

Das ist das Plakat, das wir gemeinsam entworfen haben. Es hängt bei den beiden Touristischen Einrichtungen aus . Bis jetzt warten wir leider noch auf erste Interessenten von dort. Aber unsere Verwandten und Bekannten wurden schon mehrfach herumgeführt. Denn Übung mach bekanntlich den Meister. Die Mädchen sind noch etwas schüchtern, aber sie schlagen sich wacker. Leider muss bei ausländischem Besuch ich noch übersetzen. Die Mädchen wünschen sich schon lange einen besseren Englischunterricht, bzw. einen Unterricht außerhalb der Schule. Das wäre auch für unsere Führungen gut (-:

Experte Zoltan berichtet über die Geschichte der Kirchenburg
In den Heften wurde notiert, was im Wald für Aktionen durchgeführt und was an den einzelnen Stellen im Ort erklärt werden kann

Sergiu

Sergiu kennen wir schon lange. Er ist schon 18 Jahre alt und kam schon bald nachdem wir vor 8 Jahren angefangen hatten, zu uns ins Programm. Die letzten Jahre sehen wir ihn leider nur noch recht unregelmäßig, weil er seinem Vater beim Kühe-melken helfen muss und so während der Freitagsgruppe von Michael keine Zeit hat. Aber Sergiu hat in unserem Alphabetisierungskurs lesen, schreiben und rechnen gelernt. (Das war noch vor Corona…) Vor etwa einem halben Jahr, habe ich ihn mal getroffen, als ich die jüngeren Kinder zum Programm abgeholt habe. Ich freue mich immer ihn zu treffen. Er ist zwar immer wieder ein bisschen überdreht, aber ein sehr netter Kerl. Natürlich sprechen wir ein bisschen, während ich darauf warte, dass alle Kinder sich bereit machen. Und da sagt er zu mir: „Doamna Chris, ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich im Jugendraum Lesen lernen konnte. Ich weiß genau, dass es nicht selbstverständlich ist, was Sie und Michael für uns machen.“ Da war ich baff. Denn ich hätte nicht erwartet, dass mal einer der damaligen Schüler das so sagen würde und schon gar nicht zu mir, denn ich war ja nur indirekt beteiligt. Ich selbst habe Sergiu nicht lesen und schreiben beigebracht, aber er hat verstanden, dass Michael und ich durch den Verein die Grundlagen geliefert haben, dass er in unseren Räumen den Unterricht besuchen konnte.

Jetzt war Sergiu im Sommerprogramm für die Großen dabei. Er hatte mir schon davor gesagt, dass er diese Tage immer sehr genießt, dass sie wie Urlaub für ihn sind. Der Vater verzichtet die Tage vom Ferienprogramm auf Sergius Hilfe, damit er mitgehen kann, was auch nicht selbstverständlich ist. Und Sergiu war mit vollem Eifer dabei und hat schließlich auch als erster den Piratenschatz entdeckt. Das hat er sehr verdient. Denn er hat die Stimmung in unserer Gruppe wirklich sehr positiv beeinflusst. Und wenn es sein musste Aufgaben auch allein gelöst, wenn sich keines der Mädchen aufraffen konnte (-;

Sergiu ist der, der versteckt am Turm arbeitet (-;

Juchhu wir haben einen Spielplatz!

Schon seit längerem hatten wir die Idee einen Spielplatz einzurichten, den alle Kinder aus dem Dorf nutzen können. Denn in Cobor gibt es keinen öffentlichen Spielplatz.

Vergangene Woche haben wir den Spielplatz eingeweiht. Die Kinder durften einen „Führerschein“ machen, der zeigt, dass sie den Spielplatz in guter Weise nutzen können (-; So wie es sich für einen richtigen Führerschein gehört, haben wir eine kleine Einheit Theorie gemacht, in der wir die Regeln für die Spielgeräte besprochen haben. Und dann durfte jedes Kind eine kleine „praktische Prüfung“ machen. Alle haben mit Bravour bestanden und ein Kind meinte: „Ach wenn das mit dem echten Führerschein nur auch so einfach gehen würde“

Nach der praktischen Prüfung durfte man natürlich weiter spielen oder noch ein bisschen basteln und malen…
im vergangenen Schuljahr gab es einen Malkurs für die Kinder aus Cobor und weil wir zur Spielplatzeinweihung auch die Eltern eingeladen haben, haben wir die Gelegenheit genutzt, die Bilder der Kinder schon einmal auszustellen. Im August folgt noch eine größere Ausstellung im Rahmen des EU-Projekts, von dem der Malkurs gefördert wurde.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Pfadfindern von vergangegenem Sommer, die uns das Geld für das große Spielgerät mit Rutsche und Schaukel gespendet haben!

Letztes Jahr waren die Pfadfinder Superhelden. Alle Kinder warten schon gespannt auf die Pfadfinder von diesem Jahr. Sie kommen Anfang August.

Wasser ist Leben! – Der Weg des Wassers

Am vergangenen Donnerstag machten wir mit Jugendlichen aus den Dörfern Leblang und Cobor (Teilnehmer des Projekts „Wasser ist Leben“) einen ganztägigen Ausflug. Wir hatten die außergewöhnliche Gelegenheit, sowohl die Trinkwasseraufbereitungsanlage als auch die Kläranlage Kronstadts zu besichtigen.

In beiden Einrichtungen wurden wir von motivierten und erfahrenen Mitarbeitern empfangen und durch alle wesentlichen Komponenten der jeweiligen Anlagen geführt. So konnten wir das trübe Wasser aus dem Stausee oberhalb von Kronstadt bis zum wieder klaren (aber trotzdem noch mit Schadstoffen belasteten) Wasser nach der Kläranlage verfolgen. Nebenbei warfen wir einen Blick auf allerhand Müll und die Ausscheidungen Kronstadts, was für unsere Geruchsorgane eine nicht unbeträchtliche Herausforderung darstellte.

Endlich!

Schon lange freuen wir uns auf unseren neuen Raum, wie man auch an einigen der letzten Posts sieht. Heute war es endlich so weit: Wir hatten die erste normale Jugendstunde im neuen Raum! Es war sehr gut! Nach dem geplanten, festen Programm konnten sich problemlos Untergruppen bilden, die unterschiedlichen Aktivitäten nachgingen und sich gegenseitig nicht störten. Der Bartisch eignet sich sehr gut für Armdrücken, aber auch 12 bis 16 Personen können problemlos gemeinsam Spiele dort spielen. Die Sitzecken sind gemütlich, wenn auch wegen kühler Temperaturen die Nähe zum Ofen gesucht war. Nächste Woche kommt noch eine weitere Attraktion. Diese werde ich dann bei Gelegenheit hier vorstellen. 🙂

Der neue Jugendraum…

Es ist wieder einiges geschehen in dieser Woche. Der neue Jugendraum ist annähernd fertig. Verbleibende Arbeiten (v.a. Wasseranschluss, WC, Waschbecken).werden durchgeführt, wenn die Temperaturen wieder wärmer sind. Aktuell haben wir nachts teils unter -20 Grad. Jetzt werden wir den Jugendraum einrichten und in Betrieb nehmen. Im Frühjahr wird es dann noch eine offizielle Einweihung geben. Was für schöne Entwicklungen!