Frohe Weihnachten…

… das wünschen wir euch allen und ein gesegnetes neues Jahr! Unseren Teilnehmern und ihren Eltern haben wir dieses Jahr schon am 3. Advent “Frohe Weihnachten” gewünscht. Am Samstag eine Woche vor Weihnachten haben wir mit fast allen Coborer und Leblanger Kindern und Jugendlichen, die im Lauf des Jahres zu uns kommen, und gar nicht wenigen Eltern unsere Weihnachtsfeier gemacht. Dieses Jahr hat die Lehrerin der Afterschool den ersten Teil mit den Kindern der Afterschool vorbereitet, mit Lieder, Gedichten und Tänzen, so wie auch in den Schulen die typischen Weihnachtsfeiern sind.

Auf Wunsch der Jugendlichen aus Leblang und Cobor haben wir mit ihnen wieder ein Krippenspiel vorbereitet. Dieses Mal haben die Jugendlichen die “Moderatorentexte” gelesen und Zuschauer durften spontan die Rollen der Krippefiguren übernehmen, als Maria, Josef, Hirten,… Die Coborer Jugendlichen haben wieder sehr schön gesungen, dieses Mal sogar mehrstimmig. Merit hat uns dabei sehr geholfen.

Dieses Jahr haben noch mehr Kinder und Jugendliche als sonst bei unseren Aktionen im Laufe des Jahres mitgemacht. Ein entscheidender Faktor war dabei die Afterschool, an der etwa 10 Kinder aus Leblang regelmäßig teilehmen, die davor nicht zu uns ins Programm gekommen sind (zusätzlich gehen auch Kinder in die Afterschool, die schon länger regelmäßig Kontakt zu uns hatten). Und so wurden in diesem Jahr etwa 90 Weihnachtstüten verteilt. Die Vorbereitungen für die Geschenke hat wieder eine Gruppe aus Fogarasch und Rosenau übernommen, die das auch die letzten Jahre schon gemacht haben. Dafür sind wir sehr dankbar, denn es ist ein großer Aufwand und sie packen die Päckchen immer sehr nett!

Aktuelle Möglichkeiten uns zu unterstützen

Im aktuellen Jahr haben wir viele Aktivitäten durchgeführt und vor allem ein sehr großes Projekt gestartet, das viele Ressourcen bindet und gleichzeitig einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder aus Leblang hat: Die Afterschool. In den folgenden Absätzen stellen wir kurz die wichtigsten Projekte vor, die gerade besonders Geld benötigen.

Afterschool/Hausaufgabenbetreuung

DIe Afterschool (Hausaufgabenbetreuung) wird an manchen Tagen von über 25 Kindern besucht. Die Arbeitsbelastung für unsere beiden Angestellten ist hoch, aber sie bemühen sich. Durch dieses Angebot haben wir auch weitere Teilnehmer für unsere wöchentlichen Angebote gewonnen. Aber vor allem profitieren die Teilnehmer davon, Unterstützung bei ihren Hausaufgaben zu haben. Die Afterschool wird zwar zu einem großen Teil von einem lokalen Unternehmen gefördert, jedoch übernimmt auch unser Verein einen großen Teil von mehreren Tausend Euro der Kosten.

Erweiterung unserer räumlichen Möglichkeiten

In der Afterschool wäre es oft sinnvoll, einen weiteren kleinen Raum zu haben, um mit einzelnen Kindern getrennt arbeiten zu können. Dieser ist zwar vorhanden, aktuell aber noch nicht heizbar. Außerdem ist ein weiterer großer Wunsch einen Raum zum eigenständigen Lernen einzurichten, d.h. wir möchten einen Raum mit Lernmaterial “füllen”, das die Kinder dann selbstständig auswählen können. Dafür brauchen wir Regale, weitere Lernspiele und andere Materialien und zwei neue Holzöfen. Diese zwei Räume würden wir gern zeitnah anfangen zu nutzen. Geschätzte Kosten etwa 1500€.

Weihnachtsgeschenke

Weihnachten rückt mit schnellen Schritten näher. Die letzten Jahre hatten wir immer eine Gruppe aus Kronstadt, die für uns Geschenke organisiert und verteilt hat. Dieses Jahr kann diese Gruppe wohl nicht kommen, und so werden wir die Geschenke anders organisieren müssen. Gerade habe ich versucht eine Liste der Kinder zu erstellen, die zur Zeit relativ regelmäßig zu uns ins Programm kommen. Wir sind selbst überrascht, aber es sind tatsächlich über 80 Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr kommen mehr Kinder in unsere Angebote. Das bedeutet auch, wir brauchen ḿehr Geschenke. Geplantes Budget: etwa 1000-1300€

Merit

Wir sind sehr froh, dass “unsere” Freiwillige Merit uns so tatkräftig unterstützt. Durch ihre Mitarbeit sind auch mehrere neue Aktionen entstanden, die es sonst nicht geben würde. Sie macht einen Gitarrekurs in Cobor und bietet in Cobor und in Leblang eigeständig einen Englischkurs an. Um bei uns mitzuarbeiten, muss Merit fast täglich aus Fogarasch nach Leblang oder Cobor fahren. Dadurch fallen für unseren Verein deutlich mehr Fahrtkoste an. Auch dafür könnten wir Spenden sehr sinnvoll verwenden.

Regelmäßige Angebote

Natürlich finden unsere bisherigen wöchentlichen Angebote in Cobor und Leblang weiterhin statt. Sie sind aber nicht sehr kostenintensiv, hier ist es außer den Fahrtkosten vor allem unsere Zeit, die wir investieren. Es gibt unsere Bibliothek, die Gruppe in Cobor und zwei Gruppen in Leblang. Dazu die üblichen “normalen” Aktivitäten wie Sommerprogramm und Weihnachtsfeier und Ausflüge.

Wer kann bei Renovierung helfen?

Eine weitere Möglichkeit uns zu unterstützen, wäre, uns zu helfen, die Räume in Leblang, weiter zu renovieren. Im oberen Stock gibt es noch sehr viel Potenzial. Manche Sachen wären recht einfach zu machen. Zum Beispiel der Treppenaufgang ließe sich mit relativ wenig Aufwand verschönern und auch ein Zimmer ist schon fast benutzbar, wenn wir es neu streichen und etwas einrichten. Vielleicht gibt es ja ein paar handwerklich interessierte Leser dieser Zeilen, die Lust hätten einmal einen kleinen Arbeitseinsatz bei und zu machen.

Hilft “Pipi machen”, um nicht schwanger zu werden?!

Zwei Kurse zu Sexualerziehung und Familienplanung

Mindestens zwei der Teilnehmerinnen an unserm Kurs waren davon überzeugt, dass Urinieren nach dem Geschlechtsakt verhindert, schwanger zu werden! Und wahrscheinlich waren es noch deutlich mehr als diese beiden…

Daran wird deutlich, wie wichtig ein solcher Kurs vor allem für die jungen Mädchen in Leblang ist. Die Situation – zumindest in dem ärmsten Teil Leblangs, aus dem sehr viele unserer Teilnehmer kommen – ist sehr oft so, dass Mädchen mit etwa 13 oder 14 Jahren mit ihrem Freund zusammenziehen. Sie haben sicherlich sexuellen Kontakt und werden dann oft bereits in diesem Alter das erste Mal schwanger. Nach unserer Beobachtung werden nur sehr wenig Informationen bezüglich Sexualerziehung von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Und diese Beobachtung hat sich wieder bestätigt. Eine junge Mutter hat sogar während des Kurses erzählt, dass ihr auch nach der Geburt ihres ersten Kindes niemand geholfen hat, wie sie dieses Kind versorgen kann. Das fand ich sehr schockierend. Ich war bis jetzt davon ausgegangen, dass innerhalb der Großfamilien die älteren den jüngeren Frauen ihre Erfahrungen weitergeben und ihnen helfen. Aber das scheint nicht immer der Fall zu sein!

Wir sind sehr froh, dass wir endlich einen Kurs anbieten konnten, um die jungen Menschen aus Leblang und Cobor aufklären zu können. Den Kurs hat ein Verein aus Mediasch bei uns durchgeführt. Wir haben den Kurs in abgeänderter Form zweimal angeboten – einmal für die Mädchen und jungen Frauen aus der sogenannten Ziganie (ärmster Teil Leblangs) und einmal für die Jugendlichen aus den Jugendgruppen von Leblang und Cobor. Wir haben die Gruppen getrennt, weil einige der Jugendlichen sehr schüchtern sind und sonst vielleicht sich weniger getraut hätten Fragen zu stellen.

Das ist Andrei

Wenn das Wetter gut ist, können wir über einen Hügel auf einem Feldweg nach Leblang fahren. Oberhalb von Leblang gibt es eine kleine Hütte, in der die Familie von Andrei im Sommer lebt, weil sie dort die Kühe für jemanden aus Leblang betreuen. Wenn ich mit dem Auto von oben, auf diese Hütte zufahre, rennen mir Andrei und seine Geschwister oft schon winkend und strahlend entegegen. Andrei wartet dann schon darauf, mit in unser Programm zu kommen.

Andrei geht in die 2. Klasse und hat insgesamt 13 Geschwister. Einige sind schon ausgezogen und haben wieder selbst Kinder. Mit Andreis Familie sind wir schon lange verbunden. Ich erinnere mich noch daran, wie seine älteren Schwestern vor einigen Jahren immer nur zu uns ins Programm kommen konnten, wenn sie einige ihrer kleinen Geschwister auf dem Arm mit ins Programm “geschleppt” haben, auf die sie nachmittags aufpassen mussten. Manchmal haben dann Anne und ich Kleinkinder auf dem Arm geschaukelt, damit diese Schwestern auch einmal in Ruhe basteln konnten. Jetzt ist eine dieser Mädchen weggezogen und hat bereits ihr erstes Kind. Sie ist jetzt wahrscheinlich 15 Jahre alt. Ich habe sie leider seitdem nicht mehr gesehen. Eine zweite (ca. 13) wohnt zwar weiterhin in Leblang, ist aber “verheiratet” (d.h. sie wohnt mit ihrem festen Freund zusammen) und darf nicht mehr zu uns ins Programm kommen, weil sie Wäsche waschen und kochen muss – ungelogen, das hat mir ihr Freund so gesagt, als ich gefragt habe, ob sie mit mir kommen kann!

Aber Andrei kommt ganz regelmäßig zu uns. Er bastelt sehr gern und hat immer wieder sehr gute eigene Ideen, wie zum Beispiel aus den Knete-Buchstaben ein Bild zu formen. Das hat er sich selbst ausgedacht. Ich bin froh, dass Andrei in die Schule geht, denn einige seiner Geschwister gehen nicht hin. Er kann ganz gut rechnen, aber man muss auch bei ihm aufpassen, dass man ihn nicht frustriert. Denn sonst gibt er leicht auf. Das ist überhaupt eine Schwierigkeit, die ich über die Jahre bei der Arbeit in Leblang gelernt habe: Viele der Kinder, besonders aus ärmeren Verhältnissen, haben nur eine sehr niedrige Frustrationstoleranz. Deshalb fällt es ihnen oft schwer neue Dinge einzuüben.

Aber wenn wir spielend üben geht es deutlich besser, so wie mit der Knete…

Unsere Afterschool entwickelt sich

Die Afterschool in Leblang ist wohl das Projekt, das uns derzeit am meisten beschäftigt. Es hat ja erst seit diesem Schuljahr neu begonnen und wir merken, dass wir immer wieder nachjustieren und etwas umstellen müssen, weil manche Bedürfnisse anders sind als wir erwartet haben. Unser Hauptproblem in den ersten Wochen war, dass sehr bald überhaupt keine Kinder mehr aus dem besonders armen Teil Leblangs kommen wollten. Dabei sind sie unsere Hauptzielgruppe für dieses Projekt, denn sie haben oft sehr große Schwierigkeiten in der Schule mitzukommen, weil ihnen ihre Eltern kaum helfen können.

Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, warum diese Kinder, die Hilfe in der Afterschool nicht in Anspruch nehmen wollten und ich konnte nur vermuten, was der Grund ist: Die Hausaufgaben, die diese Kinder bekommen, sind schon an sich Grund zu großér Frustration. Man muss mit ihnen, die Grundlagen aufbauen, die sie verpasst haben und zwar auf eine Weise, dass es ihnen Spaß macht und eben nicht frustrierend ist.

Deshalb haben wir das Programm umgestellt. Nun wird in der ersten Stunde bei den Hausaufgaben geholfen. Dieses Angebot nehmen vor allem Kinder aus dem Dorf sehr dankbar wahr. Das freut uns sehr, denn zu diesen Kindern hatten wir bisher wenig Kontakt und sie können die Hilfe auch sehr gut gebrauchen. In der zweiten Stunde werden spielerisch Grundladen gefördert: Feinmotorik, Buchstaben lernen, Zahlen- und Mengenverständnis. Seit dieser Umstellung ist die Atmosphäre deutlich besser und die Gruppe der Teilnehmer ist wieder gemischt, worüber wir sehr froh sind!

Merit

Hi, ich bin Merit, 18 Jahre alt und habe gerade mein Abitur in Karlsruhe gemacht. Im kommenden Jahr 23/24 werde ich als Freiwillige des Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienstes (FÖF) bei Chris und Michael arbeiten.

Lange war ich unsicher, was ich nach meinem Abitur machen soll und hab mich dann schlussendlich für einen Freiwilligendienst entschieden. Ich habe mich dann für den Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst entschieden, weil mir der Gedanke „Friedensdienst statt Kriegsdienst“ sehr gut gefallen hat. Dabei stand das Land anfangs nicht fest, ich war einfach offen für alle Möglichkeiten. Auf Rumänien kam ich dann durch die Einsatzstelle bei Chris und Michael. Die Stelle hat sich super spannend angehört und ich wusste sofort, dass ich total Lust hätte dort zu arbeiten. Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, als ich dann die Zusage im Dezember 2022 erhalten habe.

In den letzten Jahren habe ich bereits mit Kindern gearbeitet, zum Beispiel bei den Pfadfindern oder in der Kletterhalle. Ich freue mich drauf, im kommenden Jahr noch mehr Kinder und Jugendarbeit miterleben und mitgestalten zu dürfen. Ich glaube, dass dabei ganz viele verschiedene Aufgaben auf mich zukommen werden. Vor allem durch die neue Sprache werden die ersten Wochen und Monate sicherlich eine Herausforderung sein, aber ich will auf jeden Fall Rumänisch lernen und freue mich sehr, wenn ich mich bald mit den Kindern und Jugendlichen besser verständigen kann.

Während meiner Schulzeit habe ich viel Musik gemacht. Ich habe Cello gespielt und im Chor gesungen, was mir immer viel Spaß gemacht hat. In meiner Freizeit habe ich gerne Straßenmusik gemacht und auch auf Festen Gitarre gespielt. Außerdem verbringe ich gerne viel Zeit draußen, ob beim Wandern oder einfach mit einem Buch oder meiner Gitarre im Park. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr auch mit den Kindern und Jugendlichen musizieren kann. Zum Beispiel in Singerunden oder durch das Gitarre spielen.

Ich bin ganz gespannt, was das Jahr alles so mit sich bringen wird und freue mich sehr auf meine Zeit hier in Rumänien!

Unsere Piraten-Kapitäne

Pfadfinder aus Frankreich 2023

Beim Lager für die Älteren haben uns dieses Jahr 6 Pfadfinder aus Frankreich geholfen. Als letzter Schritt der Pfadfinder-Laufbahn führt man als Gruppe ein Projekt im Ausland durch. In den letzten Jahren kamen regelmäßig solche Pfadfindergruppen zu uns, um uns beim Sommerprogramm zu unterstützen. Für uns ist das super, denn die Pfadfinder bringen immer neue Ideen und sind sehr hilfsbereit und nett. Außerdem kochen sie gute Französische Sachen und lassen uns mitessen (-; Für die Kinder und Jugendlichen ist es auch ein sehr großer Gewinn, die Pfadfinder im Sommer zu treffen. Sie zeigen den Kindern und Jugendlichen, dass Menschen sehr unterschiedlich sind und dass das nichts Furchterregendes ist, sondern etwas Interessantes. Sie zeigen den Kindern, dass sie etwas besonderes sind, denn diese Leute machen sich extra auf so einen weiten Weg, um mit ihnen ein paar schöne Tage zu verbringen. Sie fordern uns und die Kinder heraus, unsere Fremdsprachenkenntnisse zu aktivieren und immer wieder merken wir: Verbindungen werden nicht nur über das Sprechen aufgebaut. Ein Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte…

Mailys und Anouk
Noe
Fanie
Gaetan und Elise

Merci beaucoup (-:

Jugendliche auf der Spur des Piratenschatzes

Sommerprogramm für die Großen vom 10. bis 12. August 2023

Als Piraten sind wir auf einer einsamen Insel gestrandet, mussten einen Fluch bekämpfen und haben schließlich erfolgreich einen Schatz gefunden. An drei Nachmittagen und Abenden haben wir im Wald und in unserem Garten verschiedene Spiele gespielt und Aufgaben gelöst. Wir sind gewandert, haben Sternschnuppen angeschaut und gemeinsam zu Abend gegessen. Manches Chaos musste erst einmal überwunden werden. Vor allem am ersten Tag waren die Jugendlichen sehr laut und unaufmerksam und viele haben sich nicht getraut mit zu essen. Aber bis zum letzten Tag hat sich die Stimmung immer weiter verbessert und am Ende waren wir alle traurig, dass die gemeinsame Zeit schon um ist (-;

Sonnenuntergang am 3. und letzten Abend des Lagers – Schatz gefunden und bereit fürs Abendessen (-;
1. Tag Geländespiel im Wald – jede Gruppe baut sich einen Unterschlupf
2. Tag mit Aufgaben in unserem Garten
allabendliches Kochen über dem Feuer

Wir hatten 4 Gruppen mit insgesamt ca 35 Jugendlichen – leider konnten nicht alle jeden Tag kommen.

“Unsere Haupt-Piraten” Waren 6 Pfadfinder aus Frankreich: Anouk, Fanie, Elise, Maillys, Noe und Gaetan:

Außerdem haben uns noch Svea und Jannek geholfen – vielen Dank!!! Es war auch dieses Jahr wieder ein sehr gutes Team. Stimmung und Motivation waren super!

Dorfexpertinnen für Cobor

Besucher von Cobor können jetzt von Silvia, Alexandra und Denisa durch den Ort geführt werden. Sie erfahren dabei die wichtigsten Fakten über die reformierte Kirchenburg und die orthodoxe Kirche des Ortes und hören Geschichten aus dem Erfahrungsschatz der Mädchen und ihrer Verwandten…

Familien können zusätzlich noch ein Programm im Wald erleben, mit Spielen und Basteln mit Naturmaterialien für die Kinder.

Das ist das Plakat, das wir gemeinsam entworfen haben. Es hängt bei den beiden Touristischen Einrichtungen aus . Bis jetzt warten wir leider noch auf erste Interessenten von dort. Aber unsere Verwandten und Bekannten wurden schon mehrfach herumgeführt. Denn Übung mach bekanntlich den Meister. Die Mädchen sind noch etwas schüchtern, aber sie schlagen sich wacker. Leider muss bei ausländischem Besuch ich noch übersetzen. Die Mädchen wünschen sich schon lange einen besseren Englischunterricht, bzw. einen Unterricht außerhalb der Schule. Das wäre auch für unsere Führungen gut (-:

Experte Zoltan berichtet über die Geschichte der Kirchenburg
In den Heften wurde notiert, was im Wald für Aktionen durchgeführt und was an den einzelnen Stellen im Ort erklärt werden kann

Sergiu

Sergiu kennen wir schon lange. Er ist schon 18 Jahre alt und kam schon bald nachdem wir vor 8 Jahren angefangen hatten, zu uns ins Programm. Die letzten Jahre sehen wir ihn leider nur noch recht unregelmäßig, weil er seinem Vater beim Kühe-melken helfen muss und so während der Freitagsgruppe von Michael keine Zeit hat. Aber Sergiu hat in unserem Alphabetisierungskurs lesen, schreiben und rechnen gelernt. (Das war noch vor Corona…) Vor etwa einem halben Jahr, habe ich ihn mal getroffen, als ich die jüngeren Kinder zum Programm abgeholt habe. Ich freue mich immer ihn zu treffen. Er ist zwar immer wieder ein bisschen überdreht, aber ein sehr netter Kerl. Natürlich sprechen wir ein bisschen, während ich darauf warte, dass alle Kinder sich bereit machen. Und da sagt er zu mir: “Doamna Chris, ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich im Jugendraum Lesen lernen konnte. Ich weiß genau, dass es nicht selbstverständlich ist, was Sie und Michael für uns machen.” Da war ich baff. Denn ich hätte nicht erwartet, dass mal einer der damaligen Schüler das so sagen würde und schon gar nicht zu mir, denn ich war ja nur indirekt beteiligt. Ich selbst habe Sergiu nicht lesen und schreiben beigebracht, aber er hat verstanden, dass Michael und ich durch den Verein die Grundlagen geliefert haben, dass er in unseren Räumen den Unterricht besuchen konnte.

Jetzt war Sergiu im Sommerprogramm für die Großen dabei. Er hatte mir schon davor gesagt, dass er diese Tage immer sehr genießt, dass sie wie Urlaub für ihn sind. Der Vater verzichtet die Tage vom Ferienprogramm auf Sergius Hilfe, damit er mitgehen kann, was auch nicht selbstverständlich ist. Und Sergiu war mit vollem Eifer dabei und hat schließlich auch als erster den Piratenschatz entdeckt. Das hat er sehr verdient. Denn er hat die Stimmung in unserer Gruppe wirklich sehr positiv beeinflusst. Und wenn es sein musste Aufgaben auch allein gelöst, wenn sich keines der Mädchen aufraffen konnte (-;

Sergiu ist der, der versteckt am Turm arbeitet (-;