Wimpelgirlanden

Am Freitag haben wir mit den Kindern in Leblang Girlanden gebastelt. Dafür haben die Kinder zuerst die einzelnen Wimpel ausgeschnitten und mit Wasserfarbe angemalt. Anschließend wurden die fertigen Wimpel an einer Schnur festgeklebt und fertig war die Girlande.

Gitarre in Leblang

Seit zwei Wochen gibt es jetzt auch in Leblang Gitarrenunterricht, der immer dienstags nach der Afterschool stattfindet. Dabei lernen die Kinder jede Woche einen neuen Akkord und können dadurch ganz bald erste Lieder begleiten.

Am liebsten würden die Kinder als erstes das Anfangslied der Kinderstunde „Hey, Hello, Bonjour, Guten Tag, …“ lernen. Dafür braucht man allerdings den F-Dur Akkord, der anfangs noch sehr schwer ist. Aber die Kinder sind alle sehr motiviert und lernen sogar die schwierigen Akkorde schnell.

Frohe Weihnachten…

… das wünschen wir euch allen und ein gesegnetes neues Jahr! Unseren Teilnehmern und ihren Eltern haben wir dieses Jahr schon am 3. Advent “Frohe Weihnachten” gewünscht. Am Samstag eine Woche vor Weihnachten haben wir mit fast allen Coborer und Leblanger Kindern und Jugendlichen, die im Lauf des Jahres zu uns kommen, und gar nicht wenigen Eltern unsere Weihnachtsfeier gemacht. Dieses Jahr hat die Lehrerin der Afterschool den ersten Teil mit den Kindern der Afterschool vorbereitet, mit Lieder, Gedichten und Tänzen, so wie auch in den Schulen die typischen Weihnachtsfeiern sind.

Auf Wunsch der Jugendlichen aus Leblang und Cobor haben wir mit ihnen wieder ein Krippenspiel vorbereitet. Dieses Mal haben die Jugendlichen die “Moderatorentexte” gelesen und Zuschauer durften spontan die Rollen der Krippefiguren übernehmen, als Maria, Josef, Hirten,… Die Coborer Jugendlichen haben wieder sehr schön gesungen, dieses Mal sogar mehrstimmig. Merit hat uns dabei sehr geholfen.

Dieses Jahr haben noch mehr Kinder und Jugendliche als sonst bei unseren Aktionen im Laufe des Jahres mitgemacht. Ein entscheidender Faktor war dabei die Afterschool, an der etwa 10 Kinder aus Leblang regelmäßig teilehmen, die davor nicht zu uns ins Programm gekommen sind (zusätzlich gehen auch Kinder in die Afterschool, die schon länger regelmäßig Kontakt zu uns hatten). Und so wurden in diesem Jahr etwa 90 Weihnachtstüten verteilt. Die Vorbereitungen für die Geschenke hat wieder eine Gruppe aus Fogarasch und Rosenau übernommen, die das auch die letzten Jahre schon gemacht haben. Dafür sind wir sehr dankbar, denn es ist ein großer Aufwand und sie packen die Päckchen immer sehr nett!

Aktuelle Möglichkeiten uns zu unterstützen

Im aktuellen Jahr haben wir viele Aktivitäten durchgeführt und vor allem ein sehr großes Projekt gestartet, das viele Ressourcen bindet und gleichzeitig einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder aus Leblang hat: Die Afterschool. In den folgenden Absätzen stellen wir kurz die wichtigsten Projekte vor, die gerade besonders Geld benötigen.

Afterschool/Hausaufgabenbetreuung

DIe Afterschool (Hausaufgabenbetreuung) wird an manchen Tagen von über 25 Kindern besucht. Die Arbeitsbelastung für unsere beiden Angestellten ist hoch, aber sie bemühen sich. Durch dieses Angebot haben wir auch weitere Teilnehmer für unsere wöchentlichen Angebote gewonnen. Aber vor allem profitieren die Teilnehmer davon, Unterstützung bei ihren Hausaufgaben zu haben. Die Afterschool wird zwar zu einem großen Teil von einem lokalen Unternehmen gefördert, jedoch übernimmt auch unser Verein einen großen Teil von mehreren Tausend Euro der Kosten.

Erweiterung unserer räumlichen Möglichkeiten

In der Afterschool wäre es oft sinnvoll, einen weiteren kleinen Raum zu haben, um mit einzelnen Kindern getrennt arbeiten zu können. Dieser ist zwar vorhanden, aktuell aber noch nicht heizbar. Außerdem ist ein weiterer großer Wunsch einen Raum zum eigenständigen Lernen einzurichten, d.h. wir möchten einen Raum mit Lernmaterial “füllen”, das die Kinder dann selbstständig auswählen können. Dafür brauchen wir Regale, weitere Lernspiele und andere Materialien und zwei neue Holzöfen. Diese zwei Räume würden wir gern zeitnah anfangen zu nutzen. Geschätzte Kosten etwa 1500€.

Weihnachtsgeschenke

Weihnachten rückt mit schnellen Schritten näher. Die letzten Jahre hatten wir immer eine Gruppe aus Kronstadt, die für uns Geschenke organisiert und verteilt hat. Dieses Jahr kann diese Gruppe wohl nicht kommen, und so werden wir die Geschenke anders organisieren müssen. Gerade habe ich versucht eine Liste der Kinder zu erstellen, die zur Zeit relativ regelmäßig zu uns ins Programm kommen. Wir sind selbst überrascht, aber es sind tatsächlich über 80 Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr kommen mehr Kinder in unsere Angebote. Das bedeutet auch, wir brauchen ḿehr Geschenke. Geplantes Budget: etwa 1000-1300€

Merit

Wir sind sehr froh, dass “unsere” Freiwillige Merit uns so tatkräftig unterstützt. Durch ihre Mitarbeit sind auch mehrere neue Aktionen entstanden, die es sonst nicht geben würde. Sie macht einen Gitarrekurs in Cobor und bietet in Cobor und in Leblang eigeständig einen Englischkurs an. Um bei uns mitzuarbeiten, muss Merit fast täglich aus Fogarasch nach Leblang oder Cobor fahren. Dadurch fallen für unseren Verein deutlich mehr Fahrtkoste an. Auch dafür könnten wir Spenden sehr sinnvoll verwenden.

Regelmäßige Angebote

Natürlich finden unsere bisherigen wöchentlichen Angebote in Cobor und Leblang weiterhin statt. Sie sind aber nicht sehr kostenintensiv, hier ist es außer den Fahrtkosten vor allem unsere Zeit, die wir investieren. Es gibt unsere Bibliothek, die Gruppe in Cobor und zwei Gruppen in Leblang. Dazu die üblichen “normalen” Aktivitäten wie Sommerprogramm und Weihnachtsfeier und Ausflüge.

Wer kann bei Renovierung helfen?

Eine weitere Möglichkeit uns zu unterstützen, wäre, uns zu helfen, die Räume in Leblang, weiter zu renovieren. Im oberen Stock gibt es noch sehr viel Potenzial. Manche Sachen wären recht einfach zu machen. Zum Beispiel der Treppenaufgang ließe sich mit relativ wenig Aufwand verschönern und auch ein Zimmer ist schon fast benutzbar, wenn wir es neu streichen und etwas einrichten. Vielleicht gibt es ja ein paar handwerklich interessierte Leser dieser Zeilen, die Lust hätten einmal einen kleinen Arbeitseinsatz bei und zu machen.

Hilft “Pipi machen”, um nicht schwanger zu werden?!

Zwei Kurse zu Sexualerziehung und Familienplanung

Mindestens zwei der Teilnehmerinnen an unserm Kurs waren davon überzeugt, dass Urinieren nach dem Geschlechtsakt verhindert, schwanger zu werden! Und wahrscheinlich waren es noch deutlich mehr als diese beiden…

Daran wird deutlich, wie wichtig ein solcher Kurs vor allem für die jungen Mädchen in Leblang ist. Die Situation – zumindest in dem ärmsten Teil Leblangs, aus dem sehr viele unserer Teilnehmer kommen – ist sehr oft so, dass Mädchen mit etwa 13 oder 14 Jahren mit ihrem Freund zusammenziehen. Sie haben sicherlich sexuellen Kontakt und werden dann oft bereits in diesem Alter das erste Mal schwanger. Nach unserer Beobachtung werden nur sehr wenig Informationen bezüglich Sexualerziehung von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Und diese Beobachtung hat sich wieder bestätigt. Eine junge Mutter hat sogar während des Kurses erzählt, dass ihr auch nach der Geburt ihres ersten Kindes niemand geholfen hat, wie sie dieses Kind versorgen kann. Das fand ich sehr schockierend. Ich war bis jetzt davon ausgegangen, dass innerhalb der Großfamilien die älteren den jüngeren Frauen ihre Erfahrungen weitergeben und ihnen helfen. Aber das scheint nicht immer der Fall zu sein!

Wir sind sehr froh, dass wir endlich einen Kurs anbieten konnten, um die jungen Menschen aus Leblang und Cobor aufklären zu können. Den Kurs hat ein Verein aus Mediasch bei uns durchgeführt. Wir haben den Kurs in abgeänderter Form zweimal angeboten – einmal für die Mädchen und jungen Frauen aus der sogenannten Ziganie (ärmster Teil Leblangs) und einmal für die Jugendlichen aus den Jugendgruppen von Leblang und Cobor. Wir haben die Gruppen getrennt, weil einige der Jugendlichen sehr schüchtern sind und sonst vielleicht sich weniger getraut hätten Fragen zu stellen.

Portraits in Farbe

Am 25. November hat in Cobor der dritte Teil des Portrait-Zeichenkurses von Hariet stattgefunden. Dieses Mal ging es besonders um das Skizzieren eines Gegenübers innerhalb weniger Minuten. Das Highlight des Kurses waren wohl aber die Pastellkreiden, die Hariet mitgebracht hatte. Mit diesen Kreiden konnte man auf farbigem Papier schön bunte Ergebnisse erzielen. Damit die Kreide hinterher nicht verschmiert, wurde sie mit Haarspray fixiert.

Knet-Kuchen

Letzten Dienstag gab es Knete in der Afterschool und die Kinder haben daraus Essen, wie Kuchen, Burger oder Kekse gebacken. Diese konnten sie dann bei Chris für einen selbsternannten Preis verkaufen. So kostete ein Kuchen etwas zwischen 2 und 2000 Spiel-Lei. Das Geld hatten die Kinder vorher selbst aus Papier gebastelt und beschriftet. Nachdem sie ihre Knet-Kuchen an Chris verkauft hatten, konnten sie ihr Geld nutzen, um wieder neue Knete zu kaufen.

Das ist Andrei

Wenn das Wetter gut ist, können wir über einen Hügel auf einem Feldweg nach Leblang fahren. Oberhalb von Leblang gibt es eine kleine Hütte, in der die Familie von Andrei im Sommer lebt, weil sie dort die Kühe für jemanden aus Leblang betreuen. Wenn ich mit dem Auto von oben, auf diese Hütte zufahre, rennen mir Andrei und seine Geschwister oft schon winkend und strahlend entegegen. Andrei wartet dann schon darauf, mit in unser Programm zu kommen.

Andrei geht in die 2. Klasse und hat insgesamt 13 Geschwister. Einige sind schon ausgezogen und haben wieder selbst Kinder. Mit Andreis Familie sind wir schon lange verbunden. Ich erinnere mich noch daran, wie seine älteren Schwestern vor einigen Jahren immer nur zu uns ins Programm kommen konnten, wenn sie einige ihrer kleinen Geschwister auf dem Arm mit ins Programm “geschleppt” haben, auf die sie nachmittags aufpassen mussten. Manchmal haben dann Anne und ich Kleinkinder auf dem Arm geschaukelt, damit diese Schwestern auch einmal in Ruhe basteln konnten. Jetzt ist eine dieser Mädchen weggezogen und hat bereits ihr erstes Kind. Sie ist jetzt wahrscheinlich 15 Jahre alt. Ich habe sie leider seitdem nicht mehr gesehen. Eine zweite (ca. 13) wohnt zwar weiterhin in Leblang, ist aber “verheiratet” (d.h. sie wohnt mit ihrem festen Freund zusammen) und darf nicht mehr zu uns ins Programm kommen, weil sie Wäsche waschen und kochen muss – ungelogen, das hat mir ihr Freund so gesagt, als ich gefragt habe, ob sie mit mir kommen kann!

Aber Andrei kommt ganz regelmäßig zu uns. Er bastelt sehr gern und hat immer wieder sehr gute eigene Ideen, wie zum Beispiel aus den Knete-Buchstaben ein Bild zu formen. Das hat er sich selbst ausgedacht. Ich bin froh, dass Andrei in die Schule geht, denn einige seiner Geschwister gehen nicht hin. Er kann ganz gut rechnen, aber man muss auch bei ihm aufpassen, dass man ihn nicht frustriert. Denn sonst gibt er leicht auf. Das ist überhaupt eine Schwierigkeit, die ich über die Jahre bei der Arbeit in Leblang gelernt habe: Viele der Kinder, besonders aus ärmeren Verhältnissen, haben nur eine sehr niedrige Frustrationstoleranz. Deshalb fällt es ihnen oft schwer neue Dinge einzuüben.

Aber wenn wir spielend üben geht es deutlich besser, so wie mit der Knete…

Unsere Afterschool entwickelt sich

Die Afterschool in Leblang ist wohl das Projekt, das uns derzeit am meisten beschäftigt. Es hat ja erst seit diesem Schuljahr neu begonnen und wir merken, dass wir immer wieder nachjustieren und etwas umstellen müssen, weil manche Bedürfnisse anders sind als wir erwartet haben. Unser Hauptproblem in den ersten Wochen war, dass sehr bald überhaupt keine Kinder mehr aus dem besonders armen Teil Leblangs kommen wollten. Dabei sind sie unsere Hauptzielgruppe für dieses Projekt, denn sie haben oft sehr große Schwierigkeiten in der Schule mitzukommen, weil ihnen ihre Eltern kaum helfen können.

Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, warum diese Kinder, die Hilfe in der Afterschool nicht in Anspruch nehmen wollten und ich konnte nur vermuten, was der Grund ist: Die Hausaufgaben, die diese Kinder bekommen, sind schon an sich Grund zu großér Frustration. Man muss mit ihnen, die Grundlagen aufbauen, die sie verpasst haben und zwar auf eine Weise, dass es ihnen Spaß macht und eben nicht frustrierend ist.

Deshalb haben wir das Programm umgestellt. Nun wird in der ersten Stunde bei den Hausaufgaben geholfen. Dieses Angebot nehmen vor allem Kinder aus dem Dorf sehr dankbar wahr. Das freut uns sehr, denn zu diesen Kindern hatten wir bisher wenig Kontakt und sie können die Hilfe auch sehr gut gebrauchen. In der zweiten Stunde werden spielerisch Grundladen gefördert: Feinmotorik, Buchstaben lernen, Zahlen- und Mengenverständnis. Seit dieser Umstellung ist die Atmosphäre deutlich besser und die Gruppe der Teilnehmer ist wieder gemischt, worüber wir sehr froh sind!

Kleine Monster

Sowohl in Cobor, als auch in Leblang haben wir mit den Kindern Masken gebastelt. Dafür wurde ein Halbkreis aus Papier ausgeschnitten, den die Kinder dann mit Stiften, Pfeiffenputzern, und buntem Papier verzieren konnten.